Inglourious Basterds

Der Film ist genial. Ein wahrhaftiges Meisterwerk. Allein die Anfangssequenz in dem Bauernhaus wird in die Filmgeschichtsbücher eingehen. Eine solche intensive und spannende Atmosphäre habe ich seit Ewigkeiten in keinem Film mehr gesehen. Christoph Waltz hat sich mit der Rolle als Judenjäger Hans Landa schon in Cannes den Darstellerpreis zu Recht verdient und darf sich wohl auch gute Chancen bei den Oscars ausrechnen. Auch die anderen Schauspieler haben allesamt gute Arbeit geleistet, vorallem Eli Roth als der Bärenjude hat mir ganz gut gefallen. Handwerklich und musikalisch gibt’s an dem Film auch nichts auszusetzen, alles ist äusserst gelungen. Die Story ist zwar ziemlich provokativ, aber Krieg ist nunmal das assozialste was Mensch so treibt. Ein Film der sich dementsprechend assozial gibt, ist dem Kern der Sache daher auch um einiges näher, als irgendwelche historische Arte-Galileo-Reality-Dokus in denen Fakten trocken wie in Kochbüchern abgehandelt werden. Tarantino polarisiert wie eh und je, aber das wird sich auch nie ändern. Wer viel Wert auf Realismus und politische Korrektheit legt, ist bei Tarantino’s Inglourious Basterds eindeutig an der falschen Adresse.

Ganzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer SternGanzer Stern (10/10)

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